Pädagogik

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Unsere pädagogischen Grundsätze orientieren sich an einer verstärkt non-direktiven Auslegung der Montessori-Pädagogik und den Erfahrungen von Rebeca und Mauricio Wild.

Das Konzept wird von mehreren Elementen getragen:

Vorbereitete Umgebung

Unsere Kindergruppe verfügt über eine Werkstatt, eine Bauecke, eine 'Kinderküche' im Rollenspielbereich, einen Musikbereich, verschiedene Montessorimaterialien, eine Leseecke, einen Bewegungsraum, einen Innenhof mit Sandkiste und "Wasserpritschelmöglichkeiten". Ein großer Garten und die Lage der Kindergruppe am Waldrand bietet den Kindern Freiraum und das Erleben der Natur. Vielfältige Materialien im Innen- und Außenbereich der Kindergruppe bieten den Kindern sinnliche Wahrnehmungserlebnisse und ermöglichen künstlerische Ausdrucksformen.

Pädagogisch erfahrene BetreuerInnen begleiten unsere Kindern liebevoll und beschreiben ihre Handlungen und Gefühle. Der Fokus ist auf den eigenen Ideen und Aktivitäten der Kinder sowie dem Aufbau der sozialen Beziehungen untereinander – also auf Unterstützung und nicht auf 'Animation'. Wir legen Wert auf die natürliche Entwicklung der Kinder und lassen ihnen dazu die benötigte Zeit.

LUSTIG – LUSTVOLL - AUTHENTISCH

PRÄSENT SEIN - IM HIER UND JETZT

OHNE ERWARTUNG - OHNE BEWERTUNG

Entspannte Atmosphäre

Um sich in dieser vorbereiteten Umgebung gut entfalten zu können, ist eine entspannte Atmosphäre für die Kinder sehr wichtig. Die BetreuerInnen und Eltern übernehmen die Verantwortung für einen geschützten Rahmen und eine sichere kindgerechte Umgebung.

Vier einfache Regeln gelten für das Zusammenleben in der Kindergruppe:

Darüber hinausgehende Regeln im Alltag werden von den BetreuerInnen gemeinsam mit den Kindern erarbeitet und besprochen.

Individualität und Kreativität - selbstbestimmtes Spielen und Lernen

Die Kinder haben Raum für ihren individuellen Gestaltungswillen und ihre Neugier. Mit ihren eigenen Ideen und Impulsen und mit der kreativen Verwendung von Alltagsgegenständen und unstrukturiertem Material (z.B. Naturmaterialien wie Tannenzapfen oder Schneckenhäuser) bringen sie die Erwachsenen oft zum Staunen. Unser Ansatz ist, auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder einzugehen und diese dementsprechend zu fördern - "Hilf mir, es selbst zu tun!" Die Offenheit und Bereitschaft der Erwachsenen, Situationen zu beobachten und individuell zu interagieren (situativ Entscheidungen treffen) sowie das Vertrauen in die Kräfte der Kinder, 'BaumeisterInnen ihrer selbst' zu sein, ist eine wesentliche Grundlage unseres Umgangs mit den Kindern.

Soziales Lernen - "Lebendig statt brav!"

Es geht uns um das lebendig-wache Kind statt um das brav-angepasste. Wut und Trauer haben genauso viel Platz wie Freude und Ausgelassenheit. Die sozialen Beziehungen und Konflikte werden von den Kinder selbst gestaltet, aber von den BetreuerInnen aufmerksam begleitet. Das Verhältnis zwischen Erwachsenen und Kindern ist 'gleichwürdig'. Statt hierarchischer Autorität bestimmen Auseinandersetzung, Diskussion und Erfahrung das Zusammensein.

Familienähnliche Strukturen

Durch die altersgemischte Kleingruppe mit maximal 14 Kindern entstehen sehr enge Beziehungen zwischen den Kindern untereinander und zu den BetreuerInnen und Eltern der anderen Kinder - ein sich gegenseitig unterstützendes Netzwerk an Erwachsenen, das soziale Vorbildfunktion für die Kinder hat.

Neue Familien...

...werden von erfahrenen Elternteilen begleitet.

Buchtipps:

Rebeca Wild: Freiheit und Grenzen, Liebe und Respekt: Was Kinder von uns brauchen
Rebeca Wild: Mit Kindern leben lernen. Sein zum Erziehen.
Emmi Pikler: Miteinander vertraut werden
Maria Montessori: Kinder sind anders
Jesper Juul: Das kompetente Kind.
Jesper Juul: Nein aus Liebe